Henning Studte - Cartoons
Kunstausstellung, Aufsicht bei Kunstausstellung, Kunstszene, Kunstmarkt, Moderne Kunst, zwei Welten prallen aufeinander, Museumspersonal, Aufsichtspersonal im Museum, Museumsaufsicht

Zeitgenössische Kunst mit Brotzeit

Bildende Kunst, Fotografie

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Bildende Kunst, Fotografie

Literatur

Musik

Theater


Kunst ist Kunst, wenn sie gut gemacht ist.

Als Künstler seinen Lebensunterhalt zu verdienen, ist oft nicht leicht, so dass sich viele Künstler gerade so über Wasser halten können und auf enorm beengtem Raum, vergleichbar den Ausmaßen einer Hundehütte, leben müssen. Was bleibt dem Künstler, wenn er zu diesem Hundeleben nicht bereit ist? Der Brotberuf – das heißt, er macht etwas anderes, um sich sein Brot zu leisten. Allerdings kann auch die sogenannte brotlose Kunst gut gemacht sein, aber andere Menschen sind nicht bereit, dafür zu zahlen und damit dem Künstler ein Einkommen mit seiner Tätigkeit zu ermöglichen.
Das Aufsichtspersonal in den Museen hätte alle Zeit der Welt, sich die Bilder zu betrachten – doch was machen Sie? Brotzeit!
Der Begriff Kunst kann auf viele Kategorien bezogen werden. So sind Bildende Kunst, Fotografie, Literatur, Musik und Theater gleichermaßen Formen von Kunst. Doch weiß man den Wert der Kunst zu schätzen, oder fällt man leicht auf jeden x-beliebigen Scharlatan herein?

Bildende Kunst/Fotografie
„Was Schönheit ist, das weiß ich nicht“, sagte Albrecht Dürer. Das Maß aller Dinge zu finden, wenn es um Kunst geht, ist also fast unmöglich. Künstler sind aufgrund der geforderten Neu- und Andersartigkeit der Kunstwerke einem enormen Druck ausgesetzt. Wenn ein Kunstwerk auf einen Kritiker stößt (oder auch umgekehrt), kann die Kritik zum Teil anmaßend oder vernichtend sein. Viele Künstler wehren sich dagegen, indem sie sagen, dass kein Kritiker über Kunst zu urteilen habe, der nicht selbst Künstler sei. Sind vielleicht die gescheiterten oder nicht ausreichend begabten Künstler zu Kritiker geworden? Und dann sind da noch die Nörgler und Miesmacher, die mit dem Metermaß unterwegs sind und meinen, sie allein wüssten, was wirklich gute Kunst ist, und die „Häppchenjäger“, die nicht wegen der Bilder zur Vernissage kommen.
Unabdingbar für gute Kunst sind Ideen. Es ist wenig ersprießlich, wenn diese bzw. die küssende Muse fehlen. Dann kann auch „Kunstdünger” nicht mehr helfen, die Kreativität anzukurbeln.

Literatur
Literatur ist ein breit gefächerter Begriff. Verschiedenste, zum Teil auch kontroverse Themen wie beispielsweise Kriegserlebnisse können zu großer Literatur werden, oder die Schreibmaschine (heute wohl eher der Computer) wird zu einem Kampfmittel gegen den Krieg, wie etwa Peter Handke in Serbien „mit der Schreibmaschine gegen Maschinengewehre” schrieb.
Franz Kafka revolutionierte mit seinen chiffrierten Werken die Literaturwelt. Literatur kann also viel mehr sein als nur Schreiben und Lesen. Passionierte Literaturliebhaber erfühlen und durchleben die von ihnen geschätzten Werke – auch oder vielleicht gerade, wenn geschriebene Kunst zum Teil recht schwer zu verstehen ist und der Kopf während des Lesens oder eines Vortrags schwerer zu werden scheint.

Musik
Bevor es ans Musizieren geht, braucht man eine Komposition eines Komponisten, und um Musik zum Beruf zu machen, sollte eine adäquate Ausbildung erfolgen: zum Beispiel im Konservatorium, in dem man unfallfreies Spielen lernt und das mit dem ähnlich klingenden Begriff Konserven überhaupt nichts zu tun hat. Wie in vielen Bereichen der Kunst ist auch die Musik vor Zweifeln und Zweiflern nicht gefeit, so kann die richtige Besetzung einer Opernrolle angezweifelt werden, wenn die Klangfülle vorhanden, aber die Körperfülle für die Rolle zu groß ist. Oder es gibt einen Sängerwettstreit zwischen einer Operndiva und einer Chansonette. Was den Literaten recht ist, ist oft den Musikern billig … Ein gegenseitiges Beschießen mit Kanonen: Laute Rockmusik gegen oft recht leise klassische Musik. All in one“ bekommt man jedoch wohl nur in Form einer Einmannband. Viele Menschen sagen von sich, sie seien völlig unmusikalisch und spielen anstelle von Haydn lieber auf dem Handy. Dann doch lieber Musik aus der Tierwelt – zum Beispiel als Vogelgesang oder Kuhglockenklang.

Theater
Wenn es um die Bretter geht, die die Welt bedeuten, heißt es zu einer bestimmten Uhrzeit: „Vorhang auf, das Spiel beginnt”.
Ein Theater zu besuchen gilt im Allgemeinen als sehr kultiviert und wird oft als wertvollere Unterhaltung angesehen als Fußball zu schauen. Daher gilt es als sehr unangebracht, sich während eines Theaterstücks mit dem Handy zu beschäftigen, so dass ein Handyverbot als einzig hilfreiche Lösung in Betracht kommt. Liegt es daran, dass die meisten Theater keine „volle Häuser“ mehr haben? Aber deswegen auf die Souffleuse zu verzichten, um Kosten zu sparen oder Werbepausen einzulegen, um die Einnahmen zu erhöhen, ist dann wohl doch etwas zu theatralisch.

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  • Henning Studte
  • Cartoonist
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