Henning Studte - Cartoons
Hund und Herrchen, Hund und Frauchen,
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Hund und Herrchen
(in einer Person)

Hunde

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Tierliebe – oder: Ein ergötzlicher Anblick

„Daß uns der Anblick der Tiere so ergötzt, beruht hauptsächlich darauf, das es uns freut, unser eigenes Wesen so vereinfacht vor uns zu sehn“, sagte Arthur Schopenhauer.
Das erklärt allerdings so manches, denn bekanntlich ist die Liebe zum eigenen Haustier oft größer als zu den eigenen „Artgenossen“.

Lebt unser Haustier mit uns zusammen oder wir eher mit unserem Haustier? Also: Passen sich die Tiere den Menschen an – oder ist es eher umgekehrt? Zahlreich sind die Untersuchungen, die nachweisen, dass sich die Menschen ihren Hunden physiognomisch annähern (was sich nicht immer negativ bemerkbar machen muss …). Doch nicht nur das Gesicht, auch das Mantelfell mancher Besitzerin ähnelt ihrem Fiffi. Bei Damen, und nicht nur bei Reiterinnen, besonders beliebt ist die Frisur des Pferdeschwanzes. Hunde und Katzen liegen bei Sonnenschein gern dösend und Siesta machend in der Sonne. Vorbilder wirken mächtig, und Herrchen und Frauchen machen es ihnen nach.
Apropos Hunde und Katzen – erwiesenermaßen geht es einer großen Anzahl von ihnen besser als vielen Kindern unserer Gesellschaft. Während diese oft vernachlässigt werden, überbietet sich die Heimtierbranche mit immer ausgefeilteren Angeboten. Nicht nur fürs Futter, sondern auch für die Bespaßung der lieben Vierbeiner, und damit sie ja nicht verlorengehen, gibt es Leuchtbänder für das Gassigehen im Dunkeln.

Viele Hunde sind auch als Helfer geeignet. „Dem Hunde, wenn er gut gezogen, / wird selbst ein weiser Mann gewogen“, sagte schon Goethe. Nicht nur die Bernhardiner auf der Bergwacht tun Gutes, sondern auch kleine Bringdienste vermag so ein Hund zu verrichten, wozu nicht immer eine vorher erfolgreich absolvierte Apportierausbildung erforderlich ist. Beliebt sind Hunde auch bei umherziehenden Straßenmusikern, die dann weniger allein sind. Allerdings sollen es nur wenige dieser tierischen Begleiter zum mitspielenden Musikanten gebracht haben. Und den schützenden Sonnenschirm über ihren Halter zu halten – dazu eignen sich auch nicht allzu viele, obwohl doch die heißen Tage im Sommer (vom 23. Juli bis zum 23. August) nach ihnen benannt sind: Hundstage!

Hunde führen wohl die Tier-Sprichwörter-Hitliste an: „Bei diesem Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür.“, „Da liegt der Hund begraben“ „Den Letzten beißen die Hunde.“, „ …auf den Hund gekommen“ – und bei „hundsgemein“ und hundskalt“ bleibt kein gutes Hundehaar an ihnen.
Katzen haben hier die wortschöpferische Phantasie etwas weniger angeregt. Bei einem Stubentiger denkt man an eine schnurrende Miezekatze, die nur noch ab und an auf Mäusefang geht.

Nicht jedes Tier ist ein Haustier bzw. als solches geeignet. Also, es will alles gut überlegt sein, bevor man sich eins anschafft. Zählen Hausdrachen zu den Tieren? Jedenfalls sind sie nicht gut zu zähmen und können recht ungemütlich werden. Dann doch lieber einen Esel, einen Burrito, der einem die eine oder andere Last, gutmütig wie er ist, abnehmen könnte. Noch viel beliebter, weil es die „Last Mensch“ willig und ausdauernd trägt, ist das Pferd.

Der Kreis der Tierarten, die die freie Wildbahn gegen ein Haustierdasein aufgeben (müssen), ist begrenzt. Die große Anzahl lebt ohne menschlichen Anschluss. Deshalb fällt es dem Menschen auch leichter, sie zu erschießen, zu fischen oder zu angeln – und zu verspeisen. Hasen, Hirsche, Rehe, Wildschweine und Fische stehen oft in verarbeiteter Form appetitlich angerichtet auf der Tafel. Dem Wolf widerfährt dieses Schicksal nicht, er dezimiert die Schafsherden und rudelt durch die weiten Wälder. Im Epos „Reineke Fuchs“ heißt er Isegrim und steht durchweg für negative Eigenschaften, so dass er von seinem Gegenspieler, dem Fuchs, aufgrund dessen sprichwörtlich ausgefuchster und verschlagener Intelligenz immer wieder düpiert wird.

Und dann gibt es noch die gefiederten Freunde: Der Hahn und der Adler haben es zu den Wappentieren der Franzosen bzw. der Deutschen gebracht, und der Truthahn in den USA wegen des dortigen „Thanksgiving Day“ zu großer Berühmtheit, geschlachtet und verspeist zum Erntedank.
Dem anderen Geflügel geht es nicht viel besser, auch wenn da ab und zu die Hühner lachen, z.B. über einen komischen Vogel – ihr Schicksal ist doch meistens die „Endstation Kochtopf“, was wiederum dem Schwan, der mit seiner Gestalt die menschliche Phantasie beflügelt, erspart bleibt.

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  • Henning Studte
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